Unternehmer zweifeln am Sinn von Messen – Handelsblatt 27.11.06

Studie: Aussteller nutzen Ihre Möglichkeiten nicht

Messen sind für mittelständische Unternehmer immer noch das wichtigste Marketing-Instrument. 30 Prozent der Betriebe meinen, dort ihre Markenbekanntheit erhöhen zu können. 24 Prozent wollen auf Messen ihre Kundenbindung stärken.

Interview Klarmobil.de: „Online ist ein sehr gutes Medium“ – Adzine 24.11.06


In einem Großraumbüro in Büdelsdorf bei Rendsburg, mitten in Schleswig-Holstein, sitzen die rund zehn Mitarbeiter der Klarmobil GmbH. Auf einen DIN A4 Zettel hat einer die Zahl „180.000“ geschrieben und an die Wand gepinnt. So viel Kunden hat der Mobilfunk-Discounter („Echt einfach. Echt günstig“) in seinem ersten Jahr gewonnen. Bis Jahresende werden es über 200.000 sein. Bis zu Tausend Kunden melden sich pro Tag bei Klarmobil.de an – die meisten von ihnen per Internet. Hartmut Herrmann (36), Geschäftsführer des Mobilfunk-Discounters und Reseller von T-Mobile-Minuten, sprach mit Adzine über Werbung im Internet, auf Milchtüten, Online- und Offline-Strategie, Preissenkungen und die Zukunft von Klarmobil.de.

Buchtipp: Marcel Reich-Ranicki „Mein Leben“

Nein, man muss ihn nicht lieben, aber man sollte ihn lesen. Denn die Autobiografie des jüdischen Literaturpapstes (sic) liest sich streckenweise spannend wie keine andere Lebensgeschichte – abgesehen vom ersten Kapitel, in dem MRR so ziemlich jedes Theaterstück beschreibt, dass er in Berlin gesehen hat. Der zweite Part schildert die Über-Lebenszeit im Warschauer Ghetto, die Marcel Reich und seine Frau „aus Zufall“ überleben. Ein drittes Kapitel ist, sehr aufschlussreich, der Zeit nach dem Krieg in Polen gewidmet, wo MRR zum ersten Mal, wenn auch stalinistisch begrenzt, seine „portative Heimat“ die deutsche Literatur, vorstellen, beschreiben und kritisieren kann. Die Flucht nach und das Leben im Nachkriegs-Deutschland macht Teil Nummer vier aus, vielleicht das interessanteste Kapitel. Hier trifft MRR nahezu jeden namhaften Schriftsteller und Dramatiker – auch die, die damals noch keinen bekannten Namen hatten. Es liest sich heute wie ein Who-is-who der deutschen Nachkriegsliteratur. Der letzte Teil reicht fast bis in die Gegenwart, beginnt mit dem unheimlichen Zusammentreffen mit Albert Speer auf einer Party und endet mit der Schlussstrich-Rede Martin Walsers in der Frankfurter Paulskirche 1998. Alle Autoren, die MRR in ihrer Eitelkeit verletzt hat, das sind nicht wenige, und die vielleicht insgeheim auf billige Rechtfertigungs-Prosa gehofft hatten, werden von MRR enttäuscht: seine Autobiografie ist ehrlich, fesselnd, glänzend geschrieben und stellenweise sogar selbstkritisch. Allein dafür lohnt es sich, das Buch über sein Leben zu lesen. Danach wird man ihn vielleicht nicht lieben, aber zumindest besser verstehen. /// Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben (dtv), 565 Seiten, 9,50 Euro.

Elastische Spiralen, klein wie ein Staubkorn – Handelsblatt 13.11.06

Medizintechniker nutzen Mini-Federn für ihre Geräte

Es ist winzig, flach und durchsichtig, und es soll schwerhörigen Menschen wieder zu fast normalem Hören verhelfen: Das Mittelohrimplantat, das Frank Wauro als Doktorand an der Technischen Universität Illmenau entwickelte, hat knapp acht Milimeter Durchmesser, ist aus Spezial-Glas geätzt und enthält sechs winzige Mini-Federn.