Wenn Kunden mit dem Finger zahlen (Handelsblatt 25.09.06)

Ein Fingerdruck genügt, dann ist der alltägliche Einkauf bezahlt. Mit biometrischen System können Kunden, sofern sie registriert sind, ohne Bargeld und EC-Karte bezahlen. Das Geld wird automatisch vom Konto abgebucht. Noch hat sich die Technik nicht zum Massenmarkt entwickelt, doch ihr Einsatz bei der Strafverfolgung nimmt zu.

Ein Meer voller guter Ideen (Handelsblatt 18.09.06)

Muscheln und Seepocken verfügen über vielseitige Klebstoffe – Wissenschaftler wollen die Natur zum Vorbild nehmen.

Die Muscheln sind extrem aggressiv: Zu Tausenden haften sie von außen am Rumpf eines Schiffes, wo entsetzte Taucher sie entdecken. So hat es sich der Schriftsteller Frank Schätzing für seinen Roman „Der Schwarm“ ausgedacht.

In der Realität sind Muscheln zwar nicht gefährlich, doch mit Hilfe eines Proteinklebers halten sich Seepocken und Miesmuscheln auch in starker Strömung an fahrenden Schiffen fest – und sei die Oberfläche noch so glatt. Ihre enorme Haft-Kraft macht sie für die Schifffahrt zu lästigen Begleitern. Denn Muscheln lassen Schiffe zwar nicht untergehen, bremsen aber deren Fahrt und machen immer wieder teure Reinigungsaktionen nötig. Deshalb drehten Forscher den Spieß um und versuchen aus dem Muschelklebstoff einen Schiffsanstrich zu entwickeln, der den Schiffsboden zu glatt zum Anheften macht.

Bauteile sollen sich auf Knopfdruck trennen (Handelsblatt 18.09.06)

Hersteller arbeiten an wieder lösbaren Verbindungen

In vielen Küchen sind Klebstoffe längst im Einsatz, die sich bei Bedarf wieder lösen lassen: Zum Beispiel an so genannten „Powerstrip-Haken“ von Tesa, die über zwei Kilogramm Gewicht halten und sich dennoch einfach von der Wand ziehen lassen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden – ohne den Untergrund zu beschädigen oder Rückstände zu hinterlassen.

Klebstoff macht Autos beim Aufprall sicherer (Handelsblatt 18.09.06)

Industrieunternehmen setzen bei neuartigen Herstellungsverfahren verstärkt auf das Kleben – Verbindungen sind besonders leicht und stabil

Rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft brachte der Sportausrüster Adidas einen Ball in Schwarz, Weiß und Gold auf den Markt. Und auf das neue Produkt mit dem Namen „Teamgeist“ ist man am Firmensitz in Herzogenaurach mächtig stolz: Schließlich hat Adidas den Ball mit einem innovativen Verfahren hergestellt.

„Teamgeist“ besteht aus 14 einzelnen Kunststoff-Stücken, so genannten Panels. Und die sind nicht zusammengeschweißt, sondern geklebt – ohne dass eine Naht entsteht. Das neue Verfahren soll dem Ball eine gleichmäßig runde Oberfläche geben, heißt es bei Adidas.