Wandern und Velofahren mit GPS-Navigation (NZZ am Sonntag 28.05.06)

Im Auto ist die Satellitennavigation schon fast Standard. Aber auch für die Fortbewegung zu Fuss oder auf dem Velo können die immer kleineren Geräte nützlich sein

Freenet: Portal und Werbung läuft (Adzine)

Trotz der Verschlechterung des Unternehmensergebnisses der freenet.de AG im ersten Quartal 2006 zum Vergleichszeitraum 2005, ist beim freenet Portal alles im grünen Bereich. Der Portalumsatz stieg im ersten Quartal um 40 Prozent zum Vergleichszeitraum 2005. Freenet erreicht mit seinem Portal im deutschen Internet fast jeden vierten Surfer und zählt mit einer Reichweite von 23,1 Prozent, rund 8,3 Mio. Nutzern, zu den Top-5 Portalen. Adzine sprach mit Eric Berger, Vorstand Online Dienste der freenet.de AG über Entwicklungen in der Werbevermarktung und freenets Pläne für die Zukunft.


Adzine: Herr Berger, welchen Anteil hat die Online-Werbevermarktung am Portalumsatz?

Berger: Die freenet.de AG hat im ersten Quartal 2006 einen Portalumsatz in Höhe von 28,1 Millionen Euro erzielt, einen Anteil von 14 Prozent am Gesamtumsatz der Unternehmung und im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Anstieg von 40 Prozent. Innerhalb des Segments werden Umsätze aus E-commerce, Advertising und digitalen Diensten summiert; ein Split innerhalb dieses Segments erfolgt nicht. Sicherlich ist ein Portal, das von vielen gesichtet und genutzt wird, eine attraktive Plattform für Werbetreibende, sodass wir mit den Umsätzen, die wir online realisieren, sehr zufrieden sind.

Adzine: Wie sieht das Wachstum in diesem Bereich aus?

Berger: freenet baut sein Angebot an Inhalten und Dienstleistungen rund um Web-Hosting-Leistungen, integrierte E-Commerce-Produkte und klassischem Content kontinuierlich aus. Das Portal entwickelte sich hervorragend und wir bekräftigen unser Ziel, immer eines der Top-5 Portale Deutschlands zu sein. Auch durch die zunehmende Konvergenz der Medien können wir unseren Mitgliedern sicherlich auch zukünftig interessante Dienste zur Verfügung stellen. Nicht zuletzt ist das Portal auch eine wichtige Plattform zum Vertrieb unserer DSL-Produkte, was natürlich ein wichtiges Standbein für freenet ist.

Adzine: Freenet ist derzeit das größte deutsche Portal ohne aktuelle AGOF-Zahlen. Stellt dies ein Problem bei der Vermarktung dar?

Berger:
freenet.de ist überzeugt, dass die internet facts die kommende Reichweiten-Währung für Werbetreibende sein werden und ist aus diesem Grund als letzter großer Portalanbieter im Herbst 2005 der AGOF beigetreten. Die Methodik der AGOF mit ihrem drei Säulen-Modell ist sehr innovativ, aber auch sehr zeitaufwändig. Derzeit beträgt der Zeitraum zwischen Abschluss der technischen Messung im Berichtszeitraum und der Veröffentlichung der Reichweiten leider noch rund ein halbes Jahr. Mit der nächsten Welle werden auch die freenet.de Reichweiten am Markt erscheinen. Ein Blick auf die aktuellen Geschäftsdaten belegt, dass es für freenet.de kein Nachteil ist, noch keine AGOF-Zahlen zu veröffentlichen.

Adzine: Welchen Effekt versprechen Sie sich, wenn freenet demnächst die Reichweiten über AGOFs „internet facts“ darstellen kann? Wird dies, gerade dem Agenturgeschäft, einen neuen Umsatzschub bescheren? Und: Welche Bedeutung haben die AGOF „Internet facts“ für die Zukunft der Online-Werbevermarktung Ihrer Meinung nach?

Berger: Die AGOF ist eine wichtige Initiative, um die Online-Werbeplanung zu professionalisieren. Online-Werbung wird von der Werbewirtschaft zunehmend ernst genommen – die Wachstumsprognosen sind diversen Studien nach hervorragend. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, der Mediaplanung ein Tool an die Hand zu geben, das die Planung ähnlich der in den klassischen Medien ermöglicht und zudem die Vorteile des Mediums stärker herausstellt. Dies wird dem bereits stark wachsenden Markt zwar keine zusätzlichen Umsatzschübe bescheren, aber langfristiges Wachstum stützen.

Adzine: Im eigenen Portal verkaufen Sie ausschließlich Werbung auf TKP-Basis. Welche Angebote können Sie Werbekunden machen, die erfolgsabhängig buchen wollen? Welche Werbeformen bieten Sie an, die andere Portale nicht bieten?

Berger: Über unser Partnerprodukt „vitrado performance“ bietet freenet.de Interessierten die Möglichkeit, auch erfolgsabhängig zu werben. Hier können Produktanbieter ihre Produkte über die Vertriebspartner von vitrado performance erfolgsabhängig im Markt platzieren. Dies haben schon zahlreiche namhafte Kunden getan, zum Beispiel: AXA, Conrad, Otto und auch Rossmann.

Adzine: Wird Freenet das Content-Angebot weiter ausbauen, um Werbekunden noch stärker themenspezifischen Traffic anbieten zu können?

Berger: Selbstverständlich. Wir sind ständig bemüht, attraktive Channels anzubieten, in denen wir die Kunden zielgruppengerecht bedienen können. Das haben wir bereits auch im abgelaufenen ersten Quartal gezeigt: So hat sich freenet im zentralen Vermarktungsumfeld „Automobil“ als führender Anbieter im Markt etabliert. Darüber hinaus ist es freenet gelungen, mit wichtigen Markenanbietern aus den Bereichen Auto, Finanzen, Reisen sowie Beauty & Wellness längerfristige Mediakooperationen abzuschließen. Ganz neu ist zum Beispiel der freenet Beauty-Channel; der Sport-Channel wurde relauncht und bietet somit ein attraktives Vermarktungsumfeld hinsichtlich der Fußball WM 2006.

Adzine: Wird man in Zukunft auch bei Freenet noch mehr Wert auf Qualität legen, weil zunehmend qualitativ hochwertige Umfelder gebucht werden?

Berger: Wir haben schon immer sehr hohen Wert auf Qualität gelegt und werden selbstverständlich auch in Zukunft auf eine gute Qualität unserer Angebote achten, um uns so auch von Wettbewerbern abzuheben.

Adzine: Werden in Zukunft weitere Angebote in die Fremdvermarktung aufgenommen, z.B. im Autobereich AutoMotorSport.de, um das eigene Content-Angebot zu ergänzen und mehr Reichweite in den Channels zu erreichen?

Berger: freenet versteht sich als Premiumvermarkter und hat aus diesem Grund durchaus ein Interesse an attraktiven Partnern, natürlich gerade in den Umfeldern, in denen wir auch sehr stark in der Vermarktung sind. Hierbei legen wir größten Wert darauf, dass es sich stets um eine langfristig angelegte Partnerschaft handelt und verstehen diese Zusammenarbeit immer als „echte Partnerschaft“, nicht als reine Vermarktungsdienstleister-Tätigkeit.

Adzine: Herr Berger, vielen Dank für das Gespräch!